Friedensprojekte

Kultur des Friedens
Drei Leuchtturmprojekte zum Thema Frieden

Begleitend zur Landesausstellung fördert die Stille Nacht 2018 GmbH auch drei Leuchtturmprojekte zum Thema Frieden, denn 2018 soll nicht nur ein routinemäßiges Abhalten eines Jubiläumsjahres sein, sondern eine Begegnung mit der eigentlichen Botschaft des Liedes im Kontext unserer heutigen Gesellschaft ermöglichen. Es ist daher konsequent, und zielführend im Rahmen des Begleitprogramms zur Landesausstellung drei groß angelegte Projekte zum Thema Frieden umzusetzen, die sich mit Jugend, Schule, Völkerverständigung und den Menschenrechten allgemein beschäftigen.

©Friedensbüro

Diese gesellschaftspolitische Diskussion wird durch das Friedensbüro Salzburg, die Robert-Jungk-Bibliothek und die Plattform Menschenrechte angeregt.

Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen reflektiert in einer internationalen zweitägigen Tagung unter dem Titel „Zukunft: International – Völkerverständigung heute“ in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Institut für Menschenrechte den Zusammenhang zwischen Globalisierung und internationaler Freundschaft. Im Detail wird in Workshops der Begriff Völkerverständigung mit den Begriffen Religion, Internationalisierung der Zivilgesellschaft, Ökonomie, Xenophobie, Rüstung, Klimawandel, Bildung, Kultur oder Sprache in Verbindung gesetzt.

Tagung Zukunft:International

Projektträger: Robert Jungk Bibliothek für Zukunftsfragen
Ort: Universität Salzburg / Stadtwerk Salzburg
Termin: 29./30.11.2018
öffentlich zugänglich

Die Plattform Menschenrechte Salzburg stellt im Rahmen des Projekts „Menschenrechte für eine offene und vielfältige Gesellschaft“ regionale Menschenrechtsarbeit, Bewusstseinsbildung und Aktivierung in den Vordergrund. Mit Workshops, Vorträgen und einer Publikation wollen sie ein Plädoyer für eine regionale Menschenrechtsarbeit aussprechen.

Menschenrechte für eine offene und vielfältige Gesellschaft
Projektträger: Plattforum für Menschenrechte Österreich & Salzburg

01.03.2018, 19:30 Uhr

Mark Terkessidis: Die Banalität des Rassismus. Perspektiven gegen die Ausgrenzung
Edmundsburg / Salzburg Stadt
Öffentlicher Vortrag

03.05.2018, 19:30 Uhr

Philip Ther & Ilja Trojanov: Vom Traum zur Festung. Flucht und Integration in Europa
Literaturhaus / Salzburg Stadt
Öffentlicher Vortrag und Workshop

28.05.2018, 19:30 Uhr

Wolf-Dieter Just: Kirchenasyl
Antoniussaal – ABZ / Stadt Salzburg
Workshop und öffentliche Abendveranstaltung

22.11.2018; 20:00 Uhr

Theresa Schütze & Ilker Ataç (Deportation Gap): Nichtabschiebbare Personen: Illegalisierung und soziale Rechte – Ein Workshop dazu findet am 23.11., ebenfalls im ABZ statt.
Antonius-Saal / ABZ Itzling

18.10.2018, 19:00 Uhr

Volker Weiß: Die autoritäre Revolte. Der Untergang des Abendlandes und die neue Rechte in Europa
Universität Salzburg
Öffentliche Veranstaltung

05.12.2018, 19:00 Uhr

Öffentliche Präsentation der Zivilgesellschaftlichen Bestandsaufnahme der Menschenrechtsstadt Salzburg im Rahmen der Präsentation des Salzburger Menschenrechtsberichts
Bildungszentrum St. Virgil
Öffentliche Veranstaltung

10.12.2018, 19:00 Uhr

Stefan Lessenich: Neben uns die Sintflut
Workshop und Vortrag
Antonius-Saal / ABZ Itzling

Das Friedensbüro Salzburg widmet sich in zwei Projekten der Frage nach Kultur(en) des Friedens mit einem ganzheitlichen Blick auf diesbezügliche Harmonie- und Konfliktfelder:

Im Projekt „WhyWar.at“ werden Schülerinnen und Schüler ermutigt, sich inhaltlich und künstlerisch mit der Frage: „Was hat Krieg mit mir zu tun?“ zu beschäftigen. In Workshops oder einem Planspiel setzen sich Schulklassen mit dem Krieg in Syrien auseinander.

In einer internationalen Tagung von 15. bis 17. Oktober 2018 in St. Virgil werden „Kultur(en) des Friedens“ vor der Folie von Harmonien und Spannungsfeldern beleuchtet.

Whywar.at – Friedensbüro Salzburg

Auf Basis der Onlineplattform whywar.at werden verschiedene Aspekte von Krieg allgemein und einem Krieg im Besonderen mit Schulklassen und Jugendgruppen in Workshops erarbeitet.
Projektträger: Friedensbüro Salzburg
Workshops
WS1: whywar? Syrien
WS2: Was hat Krieg mit mir zu tun?
Zeitraum: März 2018 – Januar 2019

Kultur(en) des Friedens

 

Harmonie.spannung.widerstand -Tagung
Projektträger: Friedensbüro Salzburg

Ort: St. Virgil / Salzburg Stadt
Termin: 15. – 17. Oktober 2018

Das Friedensbüro und die Stille Nacht 2018 GmbH laden in Kooperation mit St. Virgil Salzburg und dem Arbeitskreis Friedenspädagogik in der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung zu einer dreitägigen inter- und transdisziplinärer Tagung ein.
Im Rahmen der Tagung soll ein konstruktiver Blick auf die aktuellen Spannungsfelder unserer Gesellschaft, zu denen etwa zunehmende Pluralität, soziale und ökonomische Ungleichheit oder Umweltzerstörung zählen, geworfen und unterschiedliche Konzepte und Zugänge einer Friedenskultur gegenübergestellt werden.

Programm:

Montag, 15. Oktober / 19:00 Uhr     

ERÖFFNUNG

Wilfried Haslauer, Landeshauptmann Salzburg
Martina Berthold, Klubobfrau der Grünen im Landtag

VORTRAG „Der andere Name des Friedens“
Isolde Charim, Philosophin und Kolumnistin, Wien
Freier Eintritt ohne Anmeldung

Dienstag, 16. Oktober – nur für angemeldete TeilnehmerInnen

09:00 – 10:40 Uhr VORTRÄGE

Input 1 „Von der Sicherheitslogik zur Friedenslogik“
Hanne-Margret Birckenbach, Universität Gießen
Input 2 „Friedenspädagogik als konkrete Utopie. Über die Widersprüche der
Erziehung zu einer Kultur des Friedens“
Werner Wintersteiner, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

11:00 – 12:30 Uhr DISKUSRSPANELS ZU SPANNUNGSVERHÄLTNISSEN

Friede – Sicherheit – Freiheit
Hanne-Margret Birckenbach, Prof (i.R.) – Universität Gießen
Barbara Schmiedl, ETC Graz
Maximilian Lakitsch, Universität Graz
Moderation: Reiner Steinweg, Friedensforscher Linz
 
Arbeitswelt: Achtsamkeit – Leistung – Ausbeutung
Ursula Baatz, Philosophin und Achtsamkeitslehrerin, Wien
Ulrike Lunacek, ehemalige Vizepräsidentin (Grüne) des Europäischen
Parlaments, Wien
Sabine Beck, Greenpeace Wien

Moderation: Stefan Wally, Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen

Wie populistisch darf emanzipatorische Arbeit sein?
Isolde Charim, Philosophin und Kolumnistin, Wien
Ulrike Lunacek, ehemalige Vizepräsidentin (Grüne) des Europäischen
Parlaments, Wien
Sabine Beck, Greenpeace, Wien

Moderation: Stefan Wally, Robert-Jungk-bibliothek für Zukunftsfragen

Ist Friede Thema oder Ziel politischer Bildung?
Werner Wintersteiner, Prof(i.R.) an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Andrea Schwinner, Sapere Aude, Wien
Manfred Wirtitsch, BM für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Moderation: Wolfgang Buchberger, PH Salzburg Stefan Zweig

Journalismus zwischen Engagement und Neutralität
Uli Jäger, Berghof Foundation, tübingen
Martin Stricker, Salzburger Nachrichten
Elias Perabo, Adopt a Revolution, Berlin

Moderation: Elisabeth Klaus, Universität Salzburg

Globale Agenda 2030: Nachhaltige, gerechte, friedliche Weltgesellschaft?
Thomas Roithner, Friedensforscher, Universität Wien
Michael Obrovsky, ÖFSE, Wien
Melanie Pichler, Institut für soziale Ökologie, Wien

Moderation: Heidi Grobbauer, KommEnt, Salzburg

14:00 – 14:30 Uhr VORTRAG

„Spannungfelder sind Problem und Lösung. In Ambivalenzen denken und handeln“
Ingo Bieringer, Trigon Entwicklungsberatung, Salzburg

14:45 – 18:00 Uhr WORKSHOPS

Tetralemma-Aufstellung zum Widerstreit der Diskriminierungen
Mit Christa Renoldner, Systemische Psychotherapeutin, Salzurg

narrenfrei – keine Angst vor Wiederstand!
Mit Klaus Werner-Lobo, Autor und Coach, Wien

Umgang mit RechtspopulistInnen – Widerstand geben und in Energie bleiben
Mit Walter Ötsch, Professor für Ökonomie und Kulturgeschichte,
Bernkastel-Kues

Der Anti-Bias-Ansatz – Vorurteilsbewusste Erziehung und Bildung
Mit Melanie Stamer, ikm, Hamburg

Schule – Raum für eine Kultur des Friedens?
Mit Ingo Bieringer, Trigon Entwicklungsberatung, Salzburg und
Barbara Wick, Friedensbüro Salzburg

Ab 20:00 Uhr  KULTURPROGRAMM

Mittwoch, 17. Oktober – nur für angemeldete TeilnehmerInnen

09:00 – 10:40 Uhr GOOD PRACTICE PANELS ZU AUSGEWÄHLTEN SPANNUNGSFELDERN

Schule und Kultur des Friedens
NMS Liefering – Menschenrechtsschule,
Eszter Mak und Angelika Koppenwallner, Salzburg
Schwerpunktschule zur Gewaltprävention, Barbara Wick, Salzburg
Friedenswochen, Ursula Gamauf-Eberhardt, Stadtschlaining

Moderation: Dorothea Steurer, Zentrum polis, Wien

Aktionismus und Widerstand
Schule des Ungehorsams, Gerhard Haderer, Linz
narrenfrei, Klaus Werner-Lobo, Wien
Adopt a Revolution – den syrischen Frühling unterstützen,
Elias Perabo, Berlin
Moderation: Alina Kugler, Plattform für Menschenrechte, Salzburg

Pädagogik und Krieg
WhyWar.at, Hans Peter Graß und Melanie Winberger, Salzburg
Schulen ohne Grenzen – DialogNetzwerk.Ukraine, Georg Blaha, Wien-Nikolajewka
Peace Counts – FriedensmacherInnen in aller Welt im Mittelpunkt,
Uli Jäger, Tübingen

Moderation: Bettina Gruber, Universität Klagenfurt

11:00 – 12:30 Uhr PODIUMSDISKUSSION   

„Kultur zwischen Harmonie, Dissonanz und Widerstand“
Gerhard Haderer, satirischer Zeichner, Linz
Elsbeth Wallnöfer, Volkskundlerin, Wien
Michael Neureiter, Präsident der Stille Nacht Gesellschaft, Salzburg

Moderation: Reinhard Grabher, ORF Landesstudio Salzburg

Friedensgebet der Salzburger Religionsgemeinschaften
©Matthias Hohla

Projektträger: Erzdiözese Salzburg

In keiner Strophe des Weihnachtsliedes „Stille Nacht“ kommt das Wort Friede vor. Wann und wo immer dieses Lied erklingt, werden jedoch Betroffene bei Kriegshandlungen, Streit und Unfrieden für einen kurzen Moment daran erinnert, dass es nicht der menschlichen Bestimmung entspricht, untereinander getrennt und verfeindet zu leben. Dieses interreligiöse Gebet im Stille-Nacht-Jubiläumsjahr sollte ein Beitrag der Religionen in Salzburg für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen sein.

Ort: Stille-Nacht-Platz in Oberndorf / bei Schlechtwetter Pfarrkirche Oberndorf
Termin: 17.11.2018, 16:30 Uhr

Rap your EU 4 peace
©Land Salzburg

Projektträger: EU-Bürgerservice des Landes Salzburg und Europe Direct Salzburg

Das Land Salzburg lanciert über das EU-Bürgerservice des Landes Salzburg und Europe Direct Salzburg einen „Rap your EU 4 Peace“-Wettbewerb rund um das Friedensthema, das sowohl der Europäischen Union als auch dem berühmten Stille Nacht Lied zugrunde liegt.

„Wir wollen vor dem Friedens-Hintergrund des 2018 stattfindenden 200-jährigen Stille Nacht Jubiläums und des Grundgedankens der Europäischen Union Jugendliche aus Salzburgs Schulen motivieren, sich mit dem Thema frech, persönlich, cool, frei und ruhig auch provokant auseinanderzusetzen und ihr musikalisches Talent unter Beweis zu stellen“, sagt die Leiterin der Stabstelle Mag. Gritlind Kettl. Der Rap soll jeweils in einem kurzen YouTube-Videoclip festgehalten werden.

Nähere Informationen zum Wettbewerb erhalten Sie unter diesem Link!

Preisverleihung
Ort: Universitätsaula Salzburg
Termin: 27.11.2018, 11:00 – 13:00 Uhr