Sport - Ein Erbe der alten Römer?

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Die Landesausstellung 2018 brachte Einblicke in die Zeit der römischen Legionäre, wie sie es noch nie gegeben hat. Nach dem Besuch war mehr als klar: Die Römer haben uns mehr geprägt, als man es zuvor hätte ahnen können. Wenn wir uns die muskelbepackten Römer vorstellen, liegt der Verdacht nahe: Auch an unserer Liebe zum Sport haben die Einwohner des einstigen Imperiums mitgewirkt. Diese These wollen wir hier näher beleuchten.

Die Römer haben tiefe Spuren hinterlassen

Das ehemalige römische Reichsgebiet bringt noch heute viele Nachweise zu Tage, dass die Römer hoch entwickelt waren. Auch nach ungefähr 1800 Jahren ist anzunehmen, dass wir den Römern sehr viel zu verdanken haben, sei es in der Sprache, der Literatur, der Musik, Philosophie, Gesetzgebung oder der Medizin, um nur einige Beispiele zu nennen. Römer waren militärisch auf einem hohen Standard und verstanden etwas von Verwaltung. Auch in den Bereichen der gestalterischen Kunst und des Sports brachten die Legionäre einiges mit. Wir hatten das große Glück, diese wertvollen Kulturgüter zu erben und möchten auch über die Landesausstellung hinaus noch möglichst viele Nachweise finden und alles über die römische Kultur lernen.

Nicht nur Gladiatorenkämpfe

Die Römer kannten Sport aus dem antiken Griechenland. Auf dem Programm standen recht brachiale Sportarten, darunter natürlich die berüchtigten Gladiatorenkämpfe. Es ging meist Mann gegen Mann oder Mann gegen Raubtier, bis hin zum Tod. Zum Glück haben wir in Oberösterreich diese Art der körperlichen Ertüchtigung nicht geerbt und auch die Römer selbst sollen nach einigen Überlieferungen der Sache kritisch gegenüber gestanden haben.

Da waren Wagenrennen schon weitaus humaner. Richtig interessant wurde es aber, als Leichtathletik in Mode kam. Der Kaiser persönlich kümmerte sich um die Organisation der großen Wettkämpfe und lenkte alles in geordnete Bahnen. Man stelle sich vor, die heutigen Sportwettkämpfe wären noch Präsidentensache! Dies allein ist ein Indiz dafür, dass sportlichen Wettkämpfe eine große Rolle gespielt haben, und zwar nicht nur für die Griechen, sondern auch für die Römer. Warum sollen die Römer diesen nicht zu uns mitgebracht haben? Die Liebe zum Sport, die sehr viele Österreicher ein Leben lang begleitet, spricht definitiv dafür.

Oberösterreich ist ein Ort für Sportler

Schaut man sich die freigelegte, historische Badeanstalt an, könnte man sich durchaus vorstellen, dass sich römische Sportler dort nach einer anstrengenden Trainingseinheit die verspannten Muskeln gelockert haben. Auch heute ist es schließlich so, dass ein Profi-Fußballer seine Massagen bekommt und sicherlich den einen oder anderen Tag in einem Wellness-Resort verbringt, damit er anschließend wieder Höchstleistungen erbringen kann.

Österreich lockt jedes Jahr viele Radfahrer an, aber auch Läufer und Wanderer lieben Österreich. Die bergige Landschaft verlangt den Sportlern Höchstleistungen ab, die landschaflich reizvolle Umgebung entschädigt aber für das Schwitzen. Der Traumurlaub für viele Menschen ist ein Aktivurlaub in Österreich, wobei die Nachfrage sogar stetig steigt. Es sind inzwischen auch viele Wanderrouten erschlossen, bei denen man sich gezielt auf die Spuren der Römer begeben kann. Während man unterwegs ist, könnte man sich fast schon bildlich vorstellen, wie auf den selben Pfaden in alten Zeiten die Legion marschiert ist.

Sportarten damals und heute

Pferderennen waren sicherlich in der römischen Kultur sehr beliebt. Viele Österreicher mögen die Rennen ebenfalls, auch wenn die wenigsten selbst daran teilnehmen. Als Zuschauer und mit Pferdewetten tut das der Faszination jedoch keinen Abbruch. Auch Boxen beziehungsweise der Faustkampf dürfte es damals schon gegeben haben.

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